Selbstvertreter hinterfragen den Ausgangspunkt
Independent Living Movement Ireland sammelte im Oktober 2023 die Ansichten seiner Mitglieder in zwei Gesprächsrunden. Die Zusammenfassung vom November hielt fest, dass Menschen mit Behinderungen von Beginn an an der Entwicklung der Vorschläge hätten mitwirken sollen. Teilnehmende befürchteten Stigmatisierung durch drei Unterstützungsstufen und Begutachtungen nach überholten Vorstellungen von Erwerbsunfähigkeit.
Persönliche Assistenz ermöglicht Zugang zur Arbeit
ILMI-Teilnehmende nannten unzugängliche Verkehrsmittel, Gebäude und Arbeitsplätze sowie unzureichende Persönliche Assistenz als Beschäftigungsbarrieren. Die Reform sollte behinderungsbedingte Mehrkosten berücksichtigen. Änderungen der Einkommenssicherung sollten ihrer Ansicht nach getrennt von der Unterstützung behandelt werden, die Menschen für die Aufnahme einer Arbeit benötigen. [2]
Weitere Reformen bleiben möglich
Das Ministerium erklärte, Stellungnahmen aus der Konsultation würden weiterhin in künftige Änderungen einfließen. Im Mai 2024 begrüßte die Disability Federation of Ireland die Rücknahme und verlangte zugleich Maßnahmen gegen Armut und Beschäftigungsbarrieren. Auf Grundlage der Rückmeldungen von Menschen mit Behinderungen und Mitgliedsorganisationen forderte sie einen an der UN-Behindertenrechtskonvention ausgerichteten Ansatz. [1]