Anerkennung verändert das Familienrecht
Das im Dezember 2021 verkündete Gesetz änderte das Zivilgesetzbuch und weitere Vorschriften. An die Stelle von Ehemann und Ehefrau trat der Begriff Ehegatten; auch die Bezeichnungen für Eltern wurden angepasst. Damit betraf die Reform neben dem Zugang zur Ehe die rechtliche Anerkennung familiärer Beziehungen. [1]
Paare und Aktivisten beschreiben den Wandel
Auch Consuelo Morales und Pabla Heuser heirateten an diesem Vormittag. „Wir dachten, dieser Tag würde niemals kommen“, sagte Morales. Movilh-Sprecherin Javiera Zúñiga betonte den Schutz der Kinder und widmete die Reform Familien, denen Rechte verweigert worden waren. Dazu gehörten Paare, die gegen den staatlichen Ausschluss von der Ehe vorgegangen waren. [2]
Nach der Feier bleiben praktische Fragen
Movilh startete eine Website mit Antworten zum Gesetz und zur Geschichte der Kampagne. Der Aktivist Rolando Jiménez kritisierte zugleich ungleichen Zugang zu Trauterminen: Manche Paare erhielten erst Termine für 2023. Er verwies auf ärmere Gemeinden und Regionen, in denen die Umsetzung die Familien ebenfalls erreichen müsse.