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Unterschiedliche Lebenslagen brauchen passende Zugänge
Die Veranstaltungsankündigung nennt Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, chronisch kranke Menschen, Personen mit Migrationshintergrund und die arbeitende Bevölkerung. Sie stehen beim Zugang zu Prävention und Vorsorge vor unterschiedlichen Hindernissen. Der Abend soll deshalb die Erfahrungen dieser Gruppen und die Frage aufgreifen, welche Angebote ihre jeweilige Lebenssituation berücksichtigen.
Die Kinderliga beschreibt den geplanten Austausch als Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der angesprochenen Gruppen. Gemeinsam sollen sie erörtern, welche Veränderungen Vorsorge für mehr Menschen erreichbar machen. Dazu gehören nach der Einladung auch strukturelle Fragen: Wie müssen Angebote gestaltet werden, damit sie Menschen tatsächlich erreichen? Welche bestehenden Hürden lassen sich abbauen? [2][1]
Königsberger-Ludwig bringt die gesundheitspolitische Perspektive ein
Neben Königsberger-Ludwig sind Angelika Heumader-Rainer, Anna Parr und Eva Höltl angekündigt. Damit soll der Dialog unterschiedliche Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem zusammenbringen. Königsberger-Ludwig ist Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Zuvor gehörte sie von 2018 bis 2025 der niederösterreichischen Landesregierung an und war dort unter anderem für Gesundheit, soziale Verwaltung und Gleichstellung zuständig.
Die veranstaltende Karl Landsteiner Gesellschaft fördert als gemeinnütziger Verein medizinisch-wissenschaftliche Forschung und den fachlichen Austausch. Nach ihren Angaben decken die Institute unter ihrem Dach einen großen Teil der medizinischen Fachgebiete ab. Für den Wiener Termin stellt sie die Verbindung zwischen Vorsorge und den Erfahrungen verschiedener Bevölkerungsgruppen her. [1][4][2]
Verständliche Informationen gehören zum Zugang
Ein bestehender gesundheitspolitischer Schwerpunkt zeigt, warum der Zugang zu Vorsorge über die Bereitstellung eines Termins hinausgeht: Das Sozialministerium nennt Gesundheitskompetenz eine Voraussetzung dafür, passende Informationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und im eigenen Alltag anzuwenden. Dazu gehört auch, präventive Angebote sinnvoll nutzen zu können.
Das Ministerium verweist dabei auf die Qualität der Information und der Kommunikation im Gesundheitssystem. Für die Verbesserung der Gesundheitskompetenz werden sowohl die Gestaltung des Systems als auch Bildungs- und Informationsangebote berücksichtigt. Bund, Länder und Sozialversicherung haben die Stärkung der Gesundheitskompetenz zudem als eigenes Ziel im Zielsteuerungsvertrag für die Jahre 2024 bis 2028 vereinbart. Verständliche Auskünfte und nachvollziehbare Abläufe sind damit bereits Gegenstand der laufenden Gesundheitsreform. [5]
Beteiligung ist bereits Teil der österreichischen Strategie
Auch die österreichische Gesundheitsförderungsstrategie von 2024 verbindet Gesundheitschancen mit Beteiligung. Sie sieht vor, Bürgerinnen und Bürger sowie Patientinnen und Patienten bei der Entwicklung und Umsetzung von Veränderungen einzubeziehen. Menschen in sozial benachteiligten oder besonders verletzlichen Lebenslagen sollen dabei ausdrücklich mitwirken können.
Die Strategie berücksichtigt neben persönlichen Fähigkeiten auch die Bedingungen in Organisationen: Informationen müssen zugänglich, verständlich und im Alltag nutzbar sein. Gesundheitsförderung bezieht sich demnach auf Einrichtungen und Lebensbereiche wie Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Betriebe, Familien und Nachbarschaften. Dieser vorhandene Rahmen bietet einen Bezugspunkt für die angekündigte Diskussion darüber, wie Vorsorge die unterschiedlichen Lebenssituationen der Menschen besser berücksichtigen kann. [6][2]
Der Termin am 20. Oktober
Der Beginn in der Albert Hall Wien ist für 18 Uhr vorgesehen, der Einlass für 17.30 Uhr. „Zukunft Gesundheit“ begeht 2026 sein 15-jähriges Bestehen; der Abend ist die zweite von drei angekündigten Veranstaltungen des Jubiläumsjahres zum Schwerpunkt Vorsorge. Dieser Artikel stellt das angekündigte Thema und den gesundheitspolitischen Hintergrund vor. Ergebnisse oder Beschlüsse des Abends liegen ihm noch nicht zugrunde. [2][3]
Quellen
- Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit: Zukunft Gesundheit – Mehr Vorsorge. Für alle.
- Karl Landsteiner Gesellschaft / Zukunft Gesundheit: Mehr Vorsorge. Für alle. – angekündigte Veranstaltung am 20. Oktober 2026
- Karl Landsteiner Gesellschaft: Unsere nächsten Events & Termine / Über die Karl Landsteiner Gesellschaft
- Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (2025-05-22)
- Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Gesundheitskompetenz (2025-09-09)
- Gesundheit Österreich GmbH / Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Gesundheitsförderungsstrategie 2024, insbesondere Seiten 7–8 (2024)