Ein Aktivist klagt gegen Ungleichbehandlung

Dausab reichte die Klage im Juni 2022 ein; verhandelt wurde im Oktober 2023. Human Dignity Trust unterstützte sein Anwaltsteam, auch Positive Vibes stellte sich hinter die Klage. Nach dem Urteil sagte Dausab, die Strafbestimmungen hätten ein offenes Leben sowie den Zugang zu HIV-Prävention und Behandlung behindert. Er begrüßte die Aussicht, ohne die Einstufung als Krimineller leben zu können.

Vorurteile rechtfertigen keine Einschränkung von Rechten

Human Rights Watch berichtete, das Gericht habe die Ungleichbehandlung homosexueller Männer zurückgewiesen. Private Moralvorstellungen eines Bevölkerungsteils rechtfertigten keine Einschränkung fremder Freiheiten. Die Forscherin Larissa Kojoué begrüßte das Urteil am 25. Juni und warnte zugleich vor einem feindseligen politischen Umfeld. Sie verband rechtliche Gleichstellung mit dem Schutz vor Diskriminierung und Gewalt.

Dausab warnt: Der Erfolg bleibt umkämpft

In einem persönlichen Bericht vom 23. Juni 2026 schrieb Dausab, die Regierung habe Berufung eingelegt und er warte weiterhin auf einen Verhandlungstermin vor dem Obersten Gerichtshof. „Mein Weg in die Freiheit ist noch lange nicht zu Ende“, schrieb er. Er bat um weitere Unterstützung für das Verfahren und darum, Gleichstellung auch in politischen Entscheidungen zu verankern. [3]