Vertraute Unterstützung bei der Erholung

Thunem erklärte, dass die Assistenzkräfte ihre Abläufe, Kommunikation und Vorlieben bereits kannten. Sie übernahmen praktische Aufgaben, während Pflegekräfte die medizinische Versorgung leisteten. So konnte sie Kräfte sparen, statt ihre Bedürfnisse immer wieder wechselnden Beschäftigten erklären zu müssen. Die Assistenzkräfte halfen ihr auch, sich Gehör zu verschaffen, wenn sie sich nicht gehört fühlte. [1]

Die Entscheidung bleibt bei der Person

„Sie gibt uns die Macht über unser eigenes Leben“, schrieb Thunem über selbstbestimmtes Leben und Assistenz. Nach den Leitlinien von ENIL wird persönliche Assistenz von der nutzenden Person gesteuert. Dazu gehören Entscheidungen darüber, wer sie wann und wie erbringt. Unterstützte Entscheidungsfindung kann Menschen helfen, diese Kontrolle auszuüben. [1][2]

Der Zugang bleibt ungleich

Eine gesonderte Bestandsaufnahme von Uloba für 2025 stützte sich auf Antworten von 361 Menschen mit Behinderungen und Assistenzbedarf sowie öffentliche Statistiken. Sie berichtete über Unterschiede zwischen Gemeinden, begrenzte Stundenkontingente und schwierige Beschwerdeverfahren. Diese Ergebnisse betrafen den Zugang in ganz Norwegen; Thunems Bericht schilderte ihre persönliche Erfahrung mit vertrauter Unterstützung während der Behandlung. [3]