Behindertenorganisationen am Tisch

Das Unterhaus des Parlaments, die Vereinten Nationen in Tadschikistan und der Nationale Verband der Menschen mit Behinderungen Tadschikistans organisierten die Diskussion gemeinsam. Die stellvertretende Parlamentsvorsitzende Mavsuma Muini hob den Beitrag der beteiligten Partner hervor. Die Teilnehmenden erörterten Änderungen von Gesetzen, politischen Maßnahmen und Institutionen sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Regierung und Zivilgesellschaft. [1]

Zustimmung und Inkrafttreten sind getrennte Schritte

Die International Disability Alliance begrüßte die parlamentarische Entscheidung am 13. Oktober und würdigte den langjährigen Einsatz der tadschikischen Behindertenbewegung. Laut ihrer Stellungnahme musste die Ratifizierungsurkunde noch beim UN-Generalsekretär hinterlegt werden; 30 Tage danach würde die Konvention für Tadschikistan in Kraft treten. Das Land hatte sie am 22. März 2018 unterzeichnet.

Von der Zusage zum Zugang im Alltag

Die Allianz forderte zugängliche Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsversorgung, Verkehrsmittel und Informationen sowie Unterstützung bei Entscheidungen und für ein selbstbestimmtes Leben. Sie verlangte einen Umsetzungsprozess mit klaren Zuständigkeiten, Ressourcen und messbaren Zielen, an dessen Durchführung und Kontrolle Organisationen von Menschen mit Behinderungen beteiligt sind. [2]