
© Österreichischer Behindertenrat
Streit um Zugang und Finanzierung
Nach Angaben des Behindertenrats hätte der Bund Wien 52 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Eine Teilnahme würde mehr Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen Zugang zu Assistenz ermöglichen und prekäre Arbeitsverhältnisse verbessern, argumentierte die Organisation. BIZEPS unterstützte den Protest und forderte die Stadt auf, ihre Entscheidung zu überdenken. [1]
Betroffene schilderten die Folgen
BIZEPS berichtete über Beiträge von Menschen, die von Assistenz ausgeschlossen waren, und ihren Vertretungen. Roswitha Schachinger, damals Vizepräsidentin des Behindertenrats, kritisierte den Ausschluss von Menschen mit Lernschwierigkeiten, blinden Menschen und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Simon Couvreur von Down-Syndrom Österreich betonte den Zusammenhang zwischen Persönlicher Assistenz und gleichen Möglichkeiten, zu leben und zu arbeiten.
Eine Forderung über Landesgrenzen hinweg
„Wir wollen für alle Menschen mit Behinderungen, egal, wo sie wohnen, Persönliche Assistenz in ganz Österreich“, sagte Behindertenrat-Präsident Klaus Widl. Teilnehmende sprachen auch darüber, dass ein Umzug in ein anderes Bundesland zum Verlust von Unterstützung führen könne. Die Kundgebung verband einen breiteren Zugang mit Selbstbestimmung im Alltag: selbst zu wählen, wo man lebt, und an Arbeit und gesellschaftlichem Leben teilnehmen zu können. [1][2]