Ein örtliches Pilotprojekt wird ausgeweitet
Die Initiative in Liezen begann im Mai 2024 durch eine Zusammenarbeit von BILLA mit dem Netzwerk Berufliche Assistenz der Lebenshilfe Ennstal. 2025 koordinierte das NEBA-Betriebsservice die Aktion, die auf die Steiermark ausgeweitet wurde. BILLA berichtete am 28. Mai 2025 von acht beteiligten BILLA- und BILLA-PLUS-Märkten in der Steiermark und im südlichen Burgenland. Zu den Teilnehmenden gehörten junge Menschen mit Lernschwierigkeiten und körperlichen Behinderungen. Sie sammelten während derselben Woche praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen des Lebensmitteleinzelhandels.
Sechs Lehrstellen beziehen sich auf 2024
Klaus E. Herzmaier, Leiter des Netzwerks Berufliche Assistenz der Lebenshilfe Ennstal, ordnete die sechs Lehrantritte der Inklusionswoche des Vorjahres zu. Für die neue Gruppe von 2025 äußerte er die Zuversicht, dass erneut junge Menschen in eine Lehre übernommen werden könnten. Das sind unterschiedliche Informationen: ein gemeldetes Ergebnis und eine Erwartung. Der Maibericht sagte nicht, dass sechs der zwölf neuen Teilnehmenden eingestellt worden seien. Er belegte auch nicht, wie viele der früher begonnenen Lehrverhältnisse über den Antritt hinaus fortbestanden.
Auch der Betrieb erhält Unterstützung
NEBA ist eine Initiative des Sozialministeriumservice. Das Betriebsservice berät Unternehmen aller Branchen und Größen, auch öffentliche und gemeinnützige Arbeitgeber. Nach seiner Leistungsbeschreibung wird zunächst der Bedarf geklärt. Darauf folgen Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten und möglichen Tätigkeitsbereichen. Auch die Personalsuche wird begleitet. Damit steht hinter der Inklusionswoche eine organisatorische Struktur, die über einen kurzen Betriebsbesuch hinausgeht: Ein Unternehmen kann klären, wie eine Stelle gestaltet werden kann und welche Unterstützung bei der Einstellung eines Menschen mit Behinderung verfügbar ist.
Erfahrung vor einer Beschäftigungsentscheidung
BILLA beschrieb die Woche als Gelegenheit, reale Arbeitsaufgaben auszuprobieren und berufliche Möglichkeiten kennenzulernen. Tätigkeiten in verschiedenen Abteilungen können Bewerbenden und Marktmitarbeitenden Informationen vermitteln, die ein herkömmliches Bewerbungsgespräch nicht liefert. Der Bericht aus Liezen nennt ein konkretes Folgeergebnis der Gruppe von 2024 und dokumentiert eine neue Erfahrungsrunde 2025. Weder ein Platz in der Inklusionswoche noch eine positive Unternehmensmeldung garantieren eine Lehrstelle. Für jede teilnehmende Person ist der nächste maßgebliche Schritt ein tatsächlicher Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag. [1]