Entscheidungen im Alltag brauchen Unterstützung
„Persönliche Assistenz macht Menschen sichtbar.“ Das sagte Christoph Dirnbacher laut dem Bericht von BIZEPS über die Diskussion. Hanna Kamrat erklärte, dass sie ohne Assistenz in einer Wohneinrichtung leben müsste. Werner Rosenberger berichtete, dass Assistenz ihm sowohl seine Erwerbsarbeit als auch sein ehrenamtliches Engagement ermögliche. Ihre Erfahrungen verbanden die Finanzierungsdebatte mit der Entscheidung darüber, wo Menschen leben und wie sie ihren Tag gestalten.
Getrennte Zuständigkeiten für Beruf und Privatleben
Die Stellungnahme des Veranstalters hob die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern hervor. Die Teilnehmenden wollten einfachere Übergänge zwischen Assistenz am Arbeitsplatz und Unterstützung im Privatleben, damit sich die Finanzierung am Alltag der Menschen orientiert. Sie forderten außerdem eine stärkere Anerkennung des Assistenzberufs und Schulungen für Menschen, die ihre Assistenz selbst organisieren. [1]
Zugang für bisher ausgeschlossene Menschen
Selma Sprajcer forderte ausreichende Finanzierung, faire Bezahlung und Assistenz für Menschen mit intellektuellen und psychosozialen Behinderungen. Marlies Neumüller betonte, Menschen mit Behinderungen sollten selbst entscheiden, wo und wie sie leben. Die Diskussion brachte Assistenznehmende, Anbieter und politische Verantwortliche zusammen, um noch ausstehende Veränderungen voranzubringen. [2]