Mehrere Fachrichtungen in einem Behandlungsplan
Das Angebot verbindet medizinische Fachrichtungen mit klinischer Psychologie und Physiotherapie. Körperliche und psychosoziale Faktoren werden gemeinsam betrachtet; die Behandlung richtet sich nach der einzelnen Person. Bei der Eröffnung fasste Roman Ullrich, Leiter der Anästhesiologie und Intensivmedizin des AUVA-Traumazentrums Wien, das Ziel zusammen: „Unser Ziel ist klar: Weniger Schmerz, mehr Lebensqualität.“
Zusätzliches Angebot für versicherte Selbständige
Die Mitteilung der Österreichischen Gesundheitskasse beschrieb das Zentrum als zusätzlichen Bestandteil der Versorgung von SVS-Versicherten. Sie enthielt auch die Sicht von Susanne Fiala, Gründerin der Selbsthilfegruppe Schmerz. Fiala berichtete von Mitgliedern, die jahrelang nach einer passenden Behandlung gesucht hatten, und begrüßte ein Angebot, das die zuständigen Fachleute zusammenbringt. Mit der Eröffnung entstand eine konkrete Anlaufstelle für abgestimmte Behandlung bei Beschwerden, die Arbeit, Rehabilitation und Teilhabe im Alltag beeinträchtigen können. [2]
So funktioniert der Zugang
Die aktuellen Informationen der AUVA beschreiben eine reine Terminambulanz mit festgelegten Zuweisungskriterien. Zuweisungen können durch die AUVA oder Vertragspartner der beteiligten Krankenversicherungsträger, darunter die SVS, erfolgen. Nach Übermittlung eines Zuweisungsformulars erhalten Patienten einen Schmerzfragebogen. Das Team sichtet den ausgefüllten Bogen und schlägt anschließend einen ersten Termin vor. Beim Erstgespräch erfolgen Untersuchung und Beurteilung; danach wird gemeinsam mit dem Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt. Es handelt sich damit um ein spezialisiertes Angebot nach Zuweisung, das eine Terminvereinbarung voraussetzt.