Cyril Ramaphosa
Cyril Ramaphosa
Erfan Kouchari / Tasnim News Agency · Wikimedia Commons · Zuschnitt: TDKR Chicago 101 · CC BY 4.0

Zwei Schritte in den amtlichen Dokumenten

Der Constitution Eighteenth Amendment Act ergänzt SASL in der Liste der Amtssprachen in Abschnitt 6 der Verfassung. Seine Inkrafttretensklausel verlangt eine gesonderte Proklamation des Präsidenten. Die am 26. Juni 2026 veröffentlichte Proklamation 321 sieht ein Inkrafttreten mit sofortiger Wirkung vor. Eine amtliche Berichtigung vom 2. Juli hält fest, dass diese Proklamation am 26. März 2026 unterzeichnet wurde. Die Unterzeichnungszeremonie von 2023 ist daher von diesen späteren Inkraftsetzungsdokumenten zu unterscheiden. [1][2][3]

Ein wichtiger Schritt aus Sicht der Gehörlosenvertretung

Bei der Zeremonie 2023 begrüßte Bruno Druchen, nationaler Direktor der Deaf Federation of South Africa, die Unterzeichnung als historisch. Laut den vom Nachrichtenservice der Regierung wiedergegebenen Aussagen verband er damit die Hoffnung auf die Einbeziehung gehörloser Menschen in Gerichte, Schulen und Universitäten. Er ermutigte andere, mit gehörlosen Menschen zu kommunizieren. Dies waren die damaligen Erwartungen eines Interessenvertreters und kein Bericht über bereits erbrachte Leistungen. [4]

„Habt keine Angst, mit gehörlosen Menschen zu kommunizieren.“

Bruno Druchen · Deaf Federation of South Africa · 20.07.2023 · Übersetzung aus dem Englischen

Was Anerkennung in der Praxis braucht

Bei derselben Zeremonie wurden praktische Aufgaben benannt. Ramaphosa erklärte, dass fehlende Dolmetschkräfte in Gerichten, Polizeistationen und Gesundheitseinrichtungen den Zugang erschwert hätten. Er forderte Umsetzungspläne mit entsprechenden Ressourcen. Damit verbindet sich der Status der Sprache mit alltäglichen Situationen: ein gesundheitliches Anliegen erklären, einem Gerichtsverfahren folgen oder an Bildung teilnehmen. [4]

Die 2026 beschriebene Lage

In einem staatlichen Kommentar vom 16. September 2026 beschrieb der GCIS-Mitarbeiter Sandile Nene Schulungen für Beschäftigte im direkten Bürgerkontakt sowie fortbestehende Barrieren beim Zugang zu Leistungen und Informationen. Dies ist eine aktuelle amtliche Darstellung und keine unabhängige landesweite Bewertung. [5]